Grundlagen

Der BBK-Wegweiser zur Zivilen Verteidigung in Kommunen

Im Juni 2026 hat das BBK zwei erste Arbeitshilfen für Kommunen veröffentlicht. Was drinsteht, was sie nicht sind und wie sie zum Alarmkalender passen.

Am 19. Juni 2026 hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) die ersten beiden Arbeitshilfen seines „Wegweisers zur Zivilen Verteidigung in Kommunen“ veröffentlicht. Sie sind mit den Ländern und dem Verteidigungsministerium abgestimmt und Teil des Pakts für den Bevölkerungsschutz, den die Bundesregierung im Mai 2026 beschlossen hat.

Arbeitshilfe 1: Basisszenarien

„Basisszenarien im Kontext der Zivilen Verteidigung“ beschreibt eine Auswahl möglicher regionaler Ereignisse, unter anderem Cyberangriffe auf Verwaltungen, den Ausfall der Strom- und Trinkwasserversorgung, Einschränkungen wichtiger Verkehrswege und größere Fluchtbewegungen. Die Szenarien knüpfen an die bestehende Gefahrenabwehr- und Katastrophenschutzplanung an und erweitern sie um die Perspektive der Zivilen Verteidigung.

Arbeitshilfe 2: Kreisbeschreibung

Die „Kreisbeschreibung für Zwecke der Zivilen Verteidigung“ ist ein Muster, um Grundlageninformationen zu erfassen: Bevölkerungsstruktur, Energie- und Gesundheitsversorgung, kritische Infrastrukturen, Gefahrenabwehr und Ressourcen. Sie lässt sich als Checkliste nutzen, als Ergänzung vorhandener Datenbestände oder als zentrale Übersicht. Ausdrückliches Ziel ist, Doppelerfassungen zu vermeiden.

Was die Arbeitshilfen nicht sind

Das BBK betont: Die Arbeitshilfen begründen keine neuen Zuständigkeiten und keine neuen Pflichten. Sie ersetzen weder die Zuweisung von Alarmmaßnahmen durch Land oder Kreis noch den Alarmkalender selbst.

Wie sie zum Alarmkalender passen

Der Alarmkalender beschreibt, wer in der Verwaltung was tut, wenn eine Alarmmaßnahme ausgelöst wird. Die Kreisbeschreibung liefert dafür die Datenbasis: Wer weiß, wo Notstrom vorhanden ist, welche Einrichtungen versorgt werden müssen und welche Kräfte zur Verfügung stehen, kann Maßnahmen realistischer beschreiben. Die Basisszenarien helfen, den Alarmkalender in einer Übung durchzuspielen.

Erste Erfahrungen

Erfurt, Jena und Weimar haben sich nach einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur vom August 2026 mit beiden Papieren befasst. Vieles decke sich mit der eigenen Risikoanalyse, hieß es aus Jena.

Was noch kommt

Weitere themenspezifische Arbeitshilfen sollen schrittweise folgen. Titel und Termine hat das BBK noch nicht genannt. Ich ergänze sie hier, sobald sie erscheinen.

Was gilt für Ihre Kommune? Das klären wir im Erstgespräch.